Gitarrenatelier Peter Schulte / Wuppertal

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08.04.26 - Das Kultmikrofon, das nicht sterben will: Eine Hommage an das Shure SM57
Es gibt Geräte, die längst zu Mythen geworden sind, ohne dass sie dafür je spektakulär sein mussten. Das Shure SM57 gehört genau in diese Kategorie. Seit Mitte der 1960er-Jahre gebaut, hat es sich vom unscheinbaren Werkzeug zum unerschütterlichen Standard entwickelt – ein Mikrofon, das in unzähligen Studios und auf endlosen Bühnen mehr erlebt hat als so mancher Rockstar.
Seine Entstehung fällt in eine Zeit, in der Recording-Technik noch wesentlich rauer, analoger und direkter war. Und genau so klingt auch das SM57: ehrlich, fokussiert und kompromisslos auf den Punkt. Shure entschied sich damals für das Prinzip der Tauchspule und eine ausgeprägte Nierencharakteristik – eine Kombination, die dem Mikrofon ein fast stoisches Verhalten gegenüber Nebengeräuschen verleiht. Wer schon einmal eine laute Snare, ein dröhnendes Gitarren-Cabinet oder ein ruppiges Percussion-Setup bändigen musste, weiß, warum das SM57 bis heute dort zu Hause ist, wo es laut, eng und schwitzig wird.
Doch das Mikrofon kann mehr als nur Lärm zähmen. Immer wieder findet es sich auch vor Holzbläsern, akustischen Gitarren oder sogar Stimmen wieder. Nicht, weil es in diesen Disziplinen textbuchmäßig perfekt wäre, sondern weil sein charaktervoller Klang in vielen Situationen genau das richtige Maß an Bodenhaftung mitbringt. Und weil es – im Gegensatz zu vielen empfindlicheren Studio-Schönlingen – Stürze, Rempler, Bierduschen und unfreiwillige Tritte nahezu stoisch übersteht. Ein SM57 kaputt zu bekommen, gilt in manchen Kreisen fast als Herausforderung.
Die Bühne der Macht hat es ebenfalls gesehen: Seit Lyndon B. Johnson bis tief in die Gegenwart stand mindestens ein SM57 bei US-Präsidentschaftseinführungen am Rednerpult – ein stiller Zeuge politischer Geschichte, der das gesprochene Wort präzise und unprätentiös einfing. Selbst wenn ein Präsident wie Donald Trump nur ein einziges Mikrofon nutzen ließ, fiel die Wahl selbstverständlich auf dieses Modell.
Technisch wirkt das SM57 nüchtern, beinahe bescheiden. Ein Frequenzbereich von 40 Hz bis 15 kHz, ein leichter Boost in den oberen Mitten, ein kontrollierter Abfall im Bass – all das ist seit Jahrzehnten unverändert und genau deshalb vertraut. Die Empfindlichkeit ist gering, der maximale Schalldruck enorm, und ein interner Mini-Transformator schützt die Kapsel vor versehentlich anliegender Phantomspeisung. Kurz: Ein Arbeitstier, das sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt.
In einer Zeit, in der Mikrofone immer komplexer, digitaler und spezialisierter werden, steht das Shure SM57 wie ein Relikt aus einer anderen Ära im Raum – und wirkt dabei aktueller denn je. Es ist das Mikrofon, das man im Zweifel immer nehmen kann, weil es seit mehr als einem halben Jahrhundert genau das tut, was man von ihm erwartet: Es funktioniert. Immer. Und überall.
Vielleicht ist genau das der Kern seines Kultstatus. Nicht die romantische Verklärung, sondern die schlichte Erkenntnis: Manche Werkzeuge sind so gut, dass sie nie ersetzt werden müssen.


27.03.26 - Burns London – Aufstieg, Niedergang und das ungewisse Schicksal einer britischen Gitarrenlegende
Burns London gehört zu den markantesten Namen der britischen E-Gitarren­geschichte. 1959 von dem Gitarrenbauer James Ormston „Jim“ Burns und Alice Louise Farrell unter dem Namen Ormston Burns Ltd gegründet, entwickelte sich das Unternehmen schnell zu einem innovativen Hersteller, dessen Instrumente mit eigenständigen Designs, ungewöhnlicher Elektronik und selbstentwickelten Vibratosystemen auffielen. Trotz mehrfacher Neugründungen, Übernahmen und Relaunches blieb die Marke über sechs Jahrzehnte hinweg ein Fixpunkt für Sammler, Spieler und Gitarrengeschichte – bevor sie 2020 erneut in eine Phase der Ungewissheit geriet.

Die frühen Jahre (1959–1965)
In den ersten Jahren definierte Jim Burns eine klare gestalterische Handschrift. Typisch waren die eigenwilligen Korpusformen, ausgefeilte Tonabnehmer und das 1962 patentierte Vibratosystem, das später sogar von Gretsch übernommen wurde. Modelle wie die Vista Sonic oder die Shortscale Jazz Guitar fanden nicht nur in Großbritannien Anklang – selbst Ampeg importierte Burns-Instrumente in die USA.

Die Baldwin-Burns-Ära (1965–1970)
Mit der Übernahme durch die Baldwin Piano Company im Oktober 1965 begann ein neues Kapitel. Trotz gelegentlicher Behauptungen, die Qualität habe unter der neuen Führung gelitten, blieben die Standards bei klassischen Modellen weitgehend konstant. Allerdings änderte Baldwin schrittweise äußere Details, darunter der markante Scroll-Kopf, der ab 1966 einem schlichteren Design wich.
Als Baldwin 1967 Gretsch erwarb, verlagerte der Konzern seine Prioritäten. Die Burns-Produktion lief 1970 aus.

Versuche des Neustarts: Ormston, Burns UK und Actualizers (1966–1983)
Jim Burns reagierte auf die Baldwin-Übernahme mit einer Reihe neuer Firmen. 1966 gründete er Ormston, ein Unternehmen, das vor allem Pedal-Steel-Gitarren vermarktete. Kurz vor der Schließung 1968 entstand dort ein Design, das später das Fundament der Hayman-Modelle bildete.
In den 1970er-Jahren folgte Burns UK Ltd, das gemeinsam mit dem Händler Alan Wright betrieben wurde. Auffällige Modelle wie die futuristische Flyte – eine typische Glam-Rock-Ikone – sorgten für Aufmerksamkeit, konnten den geschäftlichen Niedergang jedoch nicht verhindern. 1977 war erneut Schluss.
Mit Jim Burns Actualizers Ltd startete der Firmengründer 1979 einen weiteren Versuch. Modelle wie der Steer – bekannt durch Billy Bragg – oder der Scorpion fanden eine kleine, treue Anhängerschaft. Doch 1983 endete auch dieses Kapitel.

Die Renaissance unter Barry Gibson (1992–2020)
Eine wirkliche Wiederbelebung der Marke gelang erst 1992, als der Gitarrist und Historiker Barry Gibson Burns London Ltd gründete und Jim Burns als Berater ins Boot holte. Anfangs standen handgefertigte Reissues im Mittelpunkt, etwa Neuauflagen der legendären Bison.
Mit der Club Series (ab 1999, Herstellung in Korea) sowie späteren Einsteigerlinien aus China erreichte Burns ein deutlich breiteres Publikum. Der Hersteller kombinierte klassische Designs mit moderner Produktion – ein Konzept, das der Marke über Jahre hinweg stabile Sichtbarkeit sicherte.
Besonders erfolgreich war die Kooperation mit Brian May: Die Burns-Version seiner „Red Special“, produziert von 2001 bis 2004, wurde von Guitarist zur „Electric Guitar of the Year 2001“ gekürt.
Doch ab Mitte der 2010er-Jahre nahm die öffentliche Aktivität deutlich ab. Finanzberichte deuten darauf hin, dass der Geschäftsbetrieb spätestens 2016 stark eingeschränkt oder eingestellt wurde.

Eine neue Holding – viele Versprechen, wenig Ergebnisse (2020–heute)
2020 wurde Burns London erneut verkauft: Eine Gruppe prominenter britischer Musikinstrumenten-Händler, darunter Lee Anderton und Graham Bell (GuitarGuitar), gründete eine neue Holdinggesellschaft. Mit großen Worten kündigte man eine „Re-Imagination“ der Marke an. Die Website zeigte entsprechende Botschaften – aber keine Instrumente.
Trotz Umbenennung der Gesellschaftsstruktur, dem Ausscheiden einzelner Direktoren und der späteren Auflösung des alten Unternehmens blieb der Relaunch aus. Erst 2025 tauchte ein neuer Markenantrag für „Burns London“ auf. Er könnte ein Hinweis sein, dass hinter den Kulissen weiter an einer Rückkehr gearbeitet wird – oder dass die neuen Eigentümer lediglich die Markenrechte sichern.
Ein Vermächtnis zwischen Innovation und Instabilität

Burns London war über Jahrzehnte ein Synonym für britischen Erfindergeist: eigenständige Formen, mutige Elektronik, charakteristische Klänge. Gleichzeitig war die Geschichte der Marke geprägt von wiederholten Brüchen, Insolvenzen und Richtungswechseln.
Ob Burns noch einmal zu neuem Leben erwacht oder endgültig zu einem Kapitel der Gitarrenhistorie wird, bleibt offen. Fest steht: Kaum eine andere britische Gitarrenfirma hat über so viele Jahrzehnte hinweg so viel Mythos, Wiedererkennungswert und ungestüme Kreativität hinterlassen wie Burns London.


03.02.26 - Verstärker – Geschichte, Technik und Irrtümer einer prägenden Klangmaschine
Seit den frühen Tagen der elektrischen Musik ist der Verstärker weit mehr als ein Werkzeug: Er ist das eigentliche Nervensystem des modernen Band-Sounds. Für Gitarristen und Bassisten entscheidet er oft darüber, ob ein Instrument flüstert, singt, schreit oder brüllt – und ob es sich im Mix behauptet. Dabei ist die Entwicklung der Verstärkertechnologie selbst ein Spiegel der Musikgeschichte, geprägt von Innovationen, Irrtümern, Mythen und einer stetigen Suche nach dem „idealen“ Klang.

Von den ersten Röhren bis zur Rock-Revolution
Die Geburtsstunde der Verstärker liegt in den 1930er-Jahren: einfache Röhrenschaltungen, geringe Leistung, sehr begrenzter Frequenzumfang. Doch gerade diese technischen Einschränkungen führten später zu legendären Klangeigenschaften. Hersteller wie Fender, Gibson oder später Marshall nutzten die Verfügbarkeit von Röhren wie der 6L6 oder EL34, die den Klang ihres jeweiligen Amps bis heute definieren.
Für Gitarristen bedeutete das plötzlich neue Ausdrucksmöglichkeiten: Röhrenamps reagieren sensibel auf Dynamik, erzeugen weiche Obertonstrukturen und liefern bei höherer Lautstärke jene „musikalische Verzerrung“, die für Blues, Jazz, später Rock und Metal stilprägend wurde.
Bassverstärker mussten dagegen robuster sein. Die Anforderungen – mehr Headroom, weniger Verzerrung im Low-End, größere Lautsprecherflächen – führten zu Modellen wie dem Ampeg SVT, dessen 300-Watt-Röhrenkoloss bis heute als Nonplusultra für druckvollen Live-Bass gilt.

Transistoren: Die unscheinbare Revolution
In den 1960er- und 70er-Jahren rückte der Transistor in den Mittelpunkt. Transistorverstärker boten erstmals:

hohe Leistung ohne Röhrenverschleiß
geringeres Gewicht
stabile, neutrale Wiedergabe
reduzierte Produktionskosten

Für Bassisten war das ein Befreiungsschlag: Endlich ließ sich eine präzise Wiedergabe tiefer Frequenzen erzielen, ohne an die Grenzen einer Röhrenschaltung zu stoßen. Gitarristen hingegen begegneten Transistoramps oft skeptisch. Ihr „kalter“, lineare Klang und das Fehlen der warmen Röhrenkompression waren vielen zu steril. Modelle wie der Roland Jazz Chorus bewiesen jedoch, wie gut Transistoren im Clean-Bereich sein können – bis heute ein Kultklassiker im Jazz und als Effektplattform.

Die digitale Ära: Modeling, IRs und das Ende des Full-Stacks?
Mit dem Beginn der 2000er-Jahre trat eine neue Generation auf den Plan: digitale Modeling-Verstärker und Multieffektsysteme wie Line 6, Kemper, Fractal oder Neural DSP. Diese Systeme versprechen Simulationen nahezu aller ikonischen Amps – oft mit beeindruckender Präzision.

Technische Fortschritte wie:
Impulse Responses (IRs) für realistische Boxensimulation
Class-D-Endstufen mit enormem Leistungs-Gewichts-Verhältnis
digitale Gain-Strukturen ohne Rauschen
profiling und deep editing
veränderten insbesondere für Bassisten den Alltag. Der schwere 8x10”-Kühlschrank wird zunehmend durch leichte 1x12”- oder 2x10”-Setups ersetzt, kombiniert mit verbesserter PA-Abnahme und digitalem In-Ear-Sound.

Doch die Digitalisierung bringt Herausforderungen:
Viele Gitarristen klagen über den „latenten“ Charakter digitaler Sounds – theoretisch kaum messbar, aber spürbar im Spielgefühl. Röhrenamps bleiben oft reaktiver, organischer und unmittelbarer.

Kritik: Romantik vs. Realität
Der Amp-Markt ist stark von Mythologien geprägt. Die Fixierung vieler Gitarristen auf „Vintage-Röhrensound“ ignoriert oft, dass moderne Transistor- und Digitaltechnologien eine höhere Zuverlässigkeit, größere klangliche Vielfalt und deutlich weniger Wartungsaufwand bieten.
Umgekehrt wird Modeling-Technik häufig mit Studioqualität beworben, scheitert aber in der Praxis an schlechten Monitoringsituationen oder unzureichenden Presets, die live nicht tragen.
Für Bassisten gilt: Viele moderne Class-D-Amps klingen beeindruckend sauber, aber verlieren unter hoher Last manchmal Punch und Wärme. Die „digitale Leichtbau-Revolution“ hat also auch Grenzen.

Für Gitarristen: Die Qual der Wahl
Gitarristen sollten bei der Amp-Wahl nicht nur nach Klangidealen entscheiden, sondern nach:
Headroom (Clean-Spieler brauchen mehr Reserven)
Endstufenart (6V6 vs. EL34 vs. 6L6 – unterschiedliche Verzerr-Charaktere)
Spielgefühl (Ansprache, Kompression, Noise-Verhalten)
Pedal-Kompatibilität (Transistor-Amps oft ideal für viele Effekte)
Live-Tauglichkeit (Amp-Modeler vs. Röhrencombo – Logistics!)

Für Bassisten: Druck, Tiefe und Klarheit
Beim Bass zählt:
Leistungsreserven (Class D kann 800 Watt liefern, ohne 30 kg zu wiegen)
Boxenfläche (10”-Speaker für Punch, 12” für Breite, 15” für Wärme)
Rauscharmut und Headroom (wichtiger als Overdrive)
EQ-Architektur (semiparametrisch = präziser als fixe Regler)
Kompatibilität mit modernen PAs (DI-Box, Pre/Post-Schaltung, Ground Lift)

Der Verstärker ist hier weniger Klangerzeuger als Klangvermittler. Der Sound entsteht stärker an den Fingern, am Bass selbst und in der Box.

Fazit: Der Verstärker bleibt ein Charakterdarsteller
Ob Röhrenidol, Transistor-Arbeitspferd oder digitaler Shape-Shifter – der Verstärker bleibt entscheidend für die musikalische Identität. Gitarristen und Bassisten formen mit ihm ihren Klang ebenso sehr wie mit ihrem Instrument. Und obwohl Technologie Trends setzt, bleibt die wichtigste Frage dieselbe wie vor 70 Jahren:

Wie fühlt es sich an, wenn der erste Ton den Raum füllt?


21.01.26 - Tonstudio Equipment: Die ideale Ausstattung – clever investieren statt verschwenden
Ein professionelles Tonstudio entsteht nicht durch teure Geräte, sondern durch kluge Auswahl. Wer weiß, was er aufnehmen will, spart Geld – und bekommt trotzdem exzellente Ergebnisse.

1. Mikrofon – das A und O
Ein gutes Mikrofon ist entscheidend. Kondensatormikrofone mit großer Membran (z. B. Rode NT1, Audio Technica AT4040) liefern feine Details, dynamische Modelle wie das Shure SM57 sind robust und vielseitig.
Tipp: Lieber ein hochwertiges Allround-Mikro statt mehrere billige – kombiniert mit Reflexionsfilter und Popschutz.

2. Audio Interface – das Herzstück
Das Interface verbindet Mikrofon und Rechner, wandelt analog zu digital. Focusrite und Steinberg bieten für Einsteiger solide Qualität.
Tipp: Zwei Eingänge reichen oft völlig aus – Mehrkanal-Interfaces lohnen sich erst bei komplexeren Setups.

3. Monitoring – hören, was wirklich da ist
Studiokopfhörer und Monitore sind das Ohr des Produzenten. Neutrale Modelle wie der Beyerdynamic DT 770 oder Yamaha HS5 zeigen Schwächen im Mix sofort.
Tipp: Raumakustik ist wichtiger als Boxengröße – einfache Absorber wirken Wunder.

4. Zubehör & Workflow
Kabel, Ständer, Reflexionsfilter oder Studiotisch – Kleinigkeiten, die Effizienz und Sound verbessern.
Tipp: Baumarkt statt Boutique – vieles geht auch günstig und stabil.

5. Software – weniger ist mehr
Die meisten DAWs liefern exzellente Plugins mit. Statt hunderte Tools zu sammeln, lieber mit EQ, Kompressor und Reverb gezielt arbeiten.

Fazit:
Investiere in das, was den Klang wirklich prägt – Mikrofon, Interface, Abhöre und Raum. So entsteht auch mit überschaubarem Budget ein Studio, das professionell klingt und inspiriert.


09.12.25 - Boss: Von Kompaktpedalen bis zum Gitarrensynthesizer – eine Geschichte der Klangformung
Boss ist eine der prägenden Marken der modernen Gitarrenkultur. Als Tochterunternehmen von Roland, dem japanischen Hersteller für elektronische Musikinstrumente, hat Boss seit Mitte der 1970er Jahre das Spiel- und Klangverhalten unzähliger Gitarristen weltweit beeinflusst. Was mit einfachen Effektpedalen begann, hat sich zu einem breit gefächerten Universum aus Verzerrern, Delays, Modulationen, Multi-Effekten, Modeling-Amps und schließlich komplexen Gitarrensynthesizern entwickelt.

Die frühen Jahre: Der kompakte Standard entsteht
Die Geschichte begann 1974 mit dem B-100 „The Boss“, einem Vorverstärker für akustische Gitarren. Der Durchbruch kam 1976 mit dem CE-1 Chorus Ensemble, der dem Chorus-Sound des Roland JC-120 seinen eigenen Platz auf Pedalboards verschaffte. Ab 1977 folgten die ersten kompakten Pedale im bis heute unveränderten Format. Der DS-1 Distortion (1978) wurde zur Legende, ebenso wie der CE-2 Chorus (1979) und der DD-2 Digital Delay (1983), das erste massenproduzierte digitale Delay im Kompaktformat.
Diese Pedale zeichneten sich durch Robustheit, Klarheit und ein durchdachtes „Buffered Bypass“-Konzept aus, das den Klang über lange Kabelwege stabil hielt. Was für Puristen damals ein Kompromiss wirkte, wurde später zum Erkennungsmerkmal: Boss-Pedale sind Arbeitsgeräte, keine Boutique-Launen.

Expansion: Von Analog zu Digital, von Japan nach Taiwan und weiter
Mit den 1990ern wuchs das Sortiment dramatisch. Von Verzerrern wie dem MT-2 Metal Zone, das bis heute polarisiert, bis hin zur Waza Craft-Serie ab 2014, die wieder japanische Fertigung und hochwertige Komponenten einführte. Produktion wanderte zwischen Japan, Taiwan und seit Ende 2010er Jahren zunehmend nach Malaysia.
Währenddessen entwickelte Boss fortschrittliche digitale Signalverarbeitung (DSP) und Modeling-Technologien. COSM-Modeling ermöglichte die Imitation berühmter Verstärker und Effekte, lange bevor Software-Plug-ins zum Standard wurden.

Der Schritt in eine neue Kategorie: Gitarrensynthesizer
Eine entscheidende Erweiterung war die Zusammenarbeit mit Rolands jahrzehntelanger Forschung im Bereich Gitarrensynthese. Schon in den 1970ern experimentierte Roland mit hexaphonischen Tonabnehmern (z. B. GK-Pickups), um die einzelnen Saitensignale separat zu verarbeiten. Der Gitarrenklang wurde nicht nur verfremdet, sondern als eigenständige Klangquelle begriffen.

Der Höhepunkt dieser Entwicklung: Boss SY-1000
Der SY-1000 steht heute als Flaggschiff eines neuen Verständnisses von Gitarre:
Er arbeitet sowohl mit dem normalen Gitarrensignal als auch mit einem GK-Pickup (Einzelsaiten-Auswertung).
Er ermöglicht polyphones Tracking – einzelne Saiten werden unabhängig modelliert.
Synthesizer-Sounds basieren nicht mehr primär auf MIDI, sondern auf direkter Echtzeit-Klangerzeugung aus dem Gitarrensignal.

Der SY-1000 kombiniert:
Gitarren-Modeling (z. B. 12-String, Hollowbody, Bariton), Ampsimulationen, eine modulare Effektarchitektur, analoge Synth-ähnliche Oszillatoren, und komplexe Modulation.
Der entscheidende Unterschied zu früheren Gitarrensynthesizern:

Der Klang entsteht unmittelbar und ohne die Latenzen klassischer Pitch-to-MIDI-Konvertierung.
Damit wird die Gitarre endgültig als Controller, Synthesizer und expressives Echtzeitinstrument neu definiert.

Bedeutungswandel: Von Effektgerät zu Klangidentität
Boss-Produkte wurden lange als „Werkstattwerkzeuge“ gesehen – praktisch, industriell, verlässlich. Doch mit dem SY-1000, den Waza-Craft-Reissues und den programmierbaren 200- und 500-Serien sind sie heute Gestalter von Klangidentität, nicht nur Lieferanten von Effekten.
Gitarristen, die früher nur zwischen „mehr Gain“ oder „weniger Gain“ entschieden, entwerfen heute komplette Klangarchitekturen:

Amp-Simulationen für direkte Aufnahme
Saitenweise Stimmanpassung (z. B. Drop-T ohne Umstimmen)
Synth-Flächen ohne Tastatur
Artikulation durch Anschlag statt Regler
Die Gitarre bleibt Gitarre – aber sie wird zum orchestralen Instrument mit elektronischer Selbstverständlichkeit.

Fazit
Boss' Entwicklung zeigt die fortlaufende Verschiebung der Gitarrenkultur:
Vom simplen Klangveredler zum digitalen Klanglabor.
Pedale wie der DS-1 und CE-2 wurden Ikonen, doch Geräte wie der SY-1000 weisen auf eine Zukunft, in der Gitarristen nicht mehr zwischen Analog und Digital entscheiden – sondern zwischen Klangwelten.


20.11.25 - Universal Music und die KI: Ein Pakt mit der Maschine
Der weltgrößte Musikkonzern Universal Music öffnet die Tür, die er noch vor wenigen Monaten energisch verschlossen hielt: Künstliche Intelligenz darf künftig mit Werken seiner Künstler trainieren. Das Unternehmen hat eine Vereinbarung mit der Plattform Udio getroffen – jenem Start-up, das mit Textvorgaben Songs generiert und erst kürzlich wegen mutmaßlicher Urheberrechtsverletzungen in der Kritik stand.
Im kommenden Jahr soll eine neue, lizenzierte Version des Dienstes starten, diesmal als kostenpflichtiges Abo-Modell. Dafür darf Udio offiziell auf Material aus dem Universal-Katalog zurückgreifen – also auf die Musik von Stars wie Taylor Swift, Billie Eilish oder Elton John. Was noch vor Kurzem als künstlerischer Tabubruch galt, wird nun zur Geschäftsgrundlage: Der Konzern verkauft gewissermaßen Zugang zu den Klangwelten seiner Künstler, um Maschinen das „Komponieren“ beizubringen.

Vom Kläger zum Geschäftspartner
Erst im Frühjahr hatte Universal Music – gemeinsam mit anderen Major Labels – gegen Udio und den Konkurrenten Suno Klage eingereicht. Der Vorwurf: Die Plattformen hätten urheberrechtlich geschützte Aufnahmen ohne Genehmigung zum Training ihrer Systeme genutzt. Nun ist der juristische Streit beigelegt – und zwar durch eine Einigung, die den einst Beklagten zu Lizenznehmern macht. Ein cleverer Schachzug, der zwar kurzfristig Rechtssicherheit schafft, langfristig aber Fragen aufwirft: Verkauft die Musikindustrie damit das, was sie eigentlich schützen wollte?

Zwischen Kontrolle und Kontrollverlust
Universal Music präsentiert den Deal als Schritt in die Zukunft, als Versuch, technologische Entwicklungen zu gestalten, statt sie zu bekämpfen. Doch der Schritt wirkt weniger wie Gestaltungswille, sondern eher wie eine Kapitulation vor der Marktdynamik. KI-generierte Musik lässt sich nicht mehr aufhalten, also wird sie nun eingekauft – oder zumindest eingebunden.
Für Künstlerinnen und Künstler bleibt die Lage ambivalent. Zwar verspricht Universal, dass das Training künftig lizenziert und fair vergütet abläuft. Doch wie diese Vergütung aussieht, wer davon profitiert und ob Kreative wirklich Kontrolle über die Nutzung ihrer Stimmen, Stile oder Kompositionen behalten, ist unklar. Die Angst, dass die eigene Kunst zur bloßen Datenquelle für algorithmische Nachahmung wird, dürfte bleiben.

KI als Werkzeug – oder als Konkurrent?
In der Branche kursiert das altbekannte Beruhigungsmantra: KI sei nur ein Werkzeug, das menschliche Kreativität niemals ersetzen könne. Doch die Realität zeigt sich widersprüchlich. Schon heute entstehen Songs, die täuschend echt klingen – und Hörer oft nicht mehr zwischen menschlicher und maschineller Produktion unterscheiden können. Wenn nun die größten Rechteinhaber der Welt selbst an der nächsten Generation dieser Systeme mitarbeiten, verschwimmt die Grenze zwischen Authentizität und Simulation endgültig.
Bis zur Einführung des neuen Dienstes bleibt die bisherige Version von Udio online, allerdings mit Einschränkungen. Die eigentliche Frage aber lautet: Wer wird künftig den Ton angeben – der Künstler oder der Algorithmus?
Universal Music scheint die Antwort bereits gefunden zu haben – und sie klingt nach einer harmonischen, aber unheimlichen Kooperation zwischen Mensch, Maschine und Markt.


17.10.25 - Yamaha SLG200N – Die leise Revolution für Gitarristen
Yamahas SLG200N, die sogenannte Silent Guitar, trägt ihren Namen völlig zu Recht. Unverstärkt gespielt, bleibt sie so leise, dass sie kaum über das Niveau eines Gesprächs hinauskommt – ideal für späte Übungsstunden oder das Spielen in der Wohnung. Doch mit Kopfhörern oder Verstärker offenbart sich ihr wahres Potenzial: Ein voller, räumlicher Klang, der an eine Konzertgitarre erinnert, aufgenommen in einem akustisch perfekten Saal.
Die SLG200N gehört zur dritten Generation der Yamaha Silent Guitar Serie und ist ein Segen für alle, die auf engem Raum leben, nachts üben oder oft reisen – und ihre hochwertige Konzertgitarre lieber zu Hause lassen möchten.

Kompaktes Design, große Wirkung
Schon beim Auspacken überrascht die Gitarre: Sie kommt in einer schmalen Gigbag, die eher an Sportausrüstung erinnert als an ein Musikinstrument – und sie passt problemlos ins Handgepäck eines Flugzeugs. Der Korpus besteht aus einem Mahagonirahmen, dessen Bassseite sich per Schrauben abnehmen lässt. Zusammengebaut wirkt das Instrument fast wie ein Kunstobjekt – modern, klar, elegant.
Das Spielgefühl ist anfangs ungewohnt, da die SLG200N so flach ist wie eine Solidbody-E-Gitarre. Doch mit einem Gewicht von rund zwei Kilogramm und einer vollen Mensur von 650 mm verschwindet das Gefühl der Fremdheit schnell. Alles fühlt sich vertraut an, wenn man einmal den Hals in der Hand hat.
Die Verarbeitung ist – typisch Yamaha – tadellos: perfekte Bundierung, saubere Sattel- und Stegeinpassung, gleichmäßig aufgetragene Lackierung in edlen Varianten wie Translucent Black, Tobacco Brown Sunburst und Natural Satin. Trotz ihres filigranen Designs wirkt sie robust genug für den Alltag, ohne dass man ständig Angst haben muss, sie zu beschädigen.
Ein weiteres Highlight: Die SLG200N ist in verschiedenen Halsbreiten erhältlich – zwischen 50 und 52 mm –, was sie besonders vielseitig macht. Damit eignet sie sich für Musiker aller Klassen und Fingergrößen: von Einsteigern mit kleineren Händen bis zu klassischen Spielern, die breite Griffbretter bevorzugen.

Spielgefühl und Klang
Die Gitarre spielt sich erstaunlich angenehm. Ihr schlanker Hals und die niedrige Saitenlage kommen modernen Gitarristen entgegen – besonders jenen, die von der E-Gitarre oder Steelstring kommen. Klassische Puristen könnten sie etwas zu „leichtgängig“ finden, doch dank des Dual-Action-Halsspannstabs, den viele Konzertgitarren nicht besitzen, lässt sich das Setup individuell anpassen.
Im Herzen des Instruments arbeitet Yamahas Studio Response Technology (SRT) – ein Pickup- und Preamp-System, das den Klang einer Konzertgitarre modelliert, wie sie mit hochwertigen Mikrofonen im Studio aufgenommen wurde. Über Drehregler lassen sich Klangbalance, Reverb- und Chorus-Effekte variabel einstellen. Außerdem gibt es einen Aux-Eingang (z. B. für MP3-Player), Kopfhörerausgang und einen klassischen 6,3 mm-Klinkenausgang für den Verstärkerbetrieb.
Mit Kopfhörern klingt die SLG200N beeindruckend realistisch – je nach Einstellung warm, direkt oder raumfüllend. Über einen Akustikverstärker gespielt entfaltet sie einen klaren, ausgewogenen Sound, der sowohl im Jazz- als auch im Popkontext überzeugt. Für Konzertauftritte mit klassischem Repertoire ist sie weniger gedacht, dafür aber ideal für Proben, Studioaufnahmen oder kleine Bühnen.

Fazit
Mit der SLG200N hat Yamaha ein Instrument geschaffen, das technologische Innovation mit musikalischer Sensibilität verbindet. Sie klingt erstaunlich natürlich, spielt sich leicht und bietet dank verschiedener Halsbreiten Komfort für jede Handgröße. Für nächtliche Übungssessions, Reisen oder Recording-Sessions ist sie nahezu perfekt – eine moderne Lösung für klassische Musiker im 21. Jahrhundert.

Kurz gesagt: leise, praktisch, robust – und erstaunlich nah am Klang einer echten Konzertgitarre.


07.09.25 - Zwischen Rebound und Realität: Warum das Übungs-Pad unverzichtbar bleibt
Übungs-Pads begleiten Schlagzeuger schon deutlich länger als spezialisierte Gehörschutzsysteme. Bereits vor Jahrzehnten erkannten Lehrer den Nutzen, wenn ihre Schüler die Rudiments nicht auf der lauten Snare, sondern auf einer leiseren, kontrollierbaren Oberfläche übten. Auch in Musikgeschäften sorgten die Pads schnell für Entlastung – nicht nur für die Ohren der Verkäufer, sondern auch für das Nervenkostüm der Kunden, die in Ruhe Drumsticks ausprobieren konnten.
Das Spielgefühl gilt bis heute als entscheidendes Kriterium. Viele Hersteller werben mit einem natürlichen, realistischen Rebound – doch die Unterschiede sind spürbar. Ein mittelhartes Gummi-Pad von Vic Firth reagiert anders als das straffere und lautere Billy Hyde-Modell, und beide fühlen sich wiederum anders an als ein echtes Snaredrum-Fell. Im Kern geht es bei einem Übungspad darum, den besten Kompromiss zwischen realistischem Spielgefühl, geringer Lautstärke und handlicher Größe zu finden. Schließlich soll das Pad überall einsetzbar sein – ob zu Hause, im Backstage-Bereich oder unterwegs.
Besonders verbreitet sind Pads mit einer Gummioberfläche, die auf einer stabilen Holzplatte aufgebracht ist. Modelle wie die RealFeel-Serie von Evans bieten einen angenehmen Rebound, sind robust und vergleichsweise leise. Viele lassen sich über ein Gewinde direkt auf einem Beckenständer montieren. Nach Jahren intensiver Nutzung können allerdings die Weichmacher im Gummi nachlassen, wodurch das Material spröde wird und Risse entstehen. Wer ein größeres Modell wählt, sollte zudem auf eine rutschfeste Unterseite achten, damit das Pad beim Spielen stabil bleibt.
Daneben existieren Trainings-Pads, die gezielt mehr Herausforderung bieten. Das RTom Moongel Pad etwa erzeugt fast keinen Rebound und zwingt die Hände zu aktiver Muskelarbeit – ideal für das gezielte Techniktraining. Noch vielseitiger ist das Reflexx Pad, das zwei unterschiedlich widerständige Oberflächen bietet und so verschiedene Übungsszenarien ermöglicht.
Auch praktische Aspekte verdienen Beachtung: Kleine Reise-Pads sind leicht zu transportieren, können aber ohne Stativ auf glatten Flächen verrutschen. Tama hat mit dem TSP10 eine ausgewogene Lösung zwischen kompaktem Format und stabilem Gewicht geschaffen. Knie-Pads wiederum sind vor allem für die traditionelle Stockhaltung geeignet. Wer ältere Modelle wie das Remo Tunable Pad oder das Billy Hyde Pad nutzt, sollte beachten, dass diese noch mit einem veralteten 6-Millimeter-Gewinde ausgestattet sind und ein spezielles Stativ erfordern.
Ob als stiller Begleiter für das tägliche Rudimenttraining oder als Werkzeug zur Verbesserung von Präzision und Ausdauer – das Übungs-Pad ist längst mehr als nur ein Ersatz für die Snare. Es ist ein zentrales Element in der Ausbildung eines jeden Drummers, der seine Technik leise, präzise und überall verfeinern will.


20.08.25 - Hybridgitarren im Grenzbereich – Warum kein Hersteller eine simple, aber revolutionäre Option anbietet
Hybridgitarren – also Instrumente, die die Welt der klassischen (zumeist nylonsaitigen) Gitarre mit modernen Verstärkungs- und Bühnenlösungen verbinden – sind längst keine Randerscheinung mehr. Marken wie Godin, Cordoba, Ibanez oder Harley Benton (Thomann) bieten inzwischen Modelle an, die speziell Bühnenmusikerinnen und -musikern den Zugang zu einem differenzierten Nylon-Sound ermöglichen sollen. Doch trotz technischer Raffinesse, trotz MIDI-Optionen, Piezo-Mikros und edler Vorverstärkerlösungen bleibt eine zentrale Frage unbeantwortet: Warum kann man bei keinem dieser Hersteller ganz einfach den Hals an die eigenen Bedürfnisse anpassen?
Die Antwort ist ebenso banal wie ernüchternd: Offenbar denken die Konstrukteure dieser Gitarren nicht in den Dimensionen echter Gitarristenhände – und schon gar nicht in der Welt der klassischen Gitarrenliteratur. Was nützt eine perfekt verstärkte Nylon-Hybridgitarre, wenn die Griffbrettbreite ein präzises Spiel vieler klassischer oder auch moderner Stücke schlicht unmöglich macht? In der Welt der Konzertgitarre sind Halsbreiten zwischen 48, 50, 52 und sogar 54 Millimetern absolut üblich – und entscheidend, wenn es um das saubere Greifen komplexer Polyphonie oder diffiziler Lagenwechsel geht. Doch in der Hybridwelt herrscht Einheitsbrei: 48 mm, wenn überhaupt.
Dabei wäre die Lösung technisch schlicht. Viele Hybridmodelle – etwa von Godin oder Harley Benton – besitzen ohnehin verschraubte Hälse. Ein modulares System, bei dem man verschiedene Halsbreiten bestellen oder nachrüsten kann, wäre ein minimaler Mehraufwand mit maximalem Nutzen. Die Möglichkeit, seine persönliche Wohlfühlbreite zu wählen, würde aus der Stange ein echtes „Custom-Light“-Instrument machen – vor allem für ernsthafte Nylonspieler, die auf der Bühne keine Kompromisse eingehen wollen.
Gerade Godin, ein Pionier der Hybridtechnik mit Modellen wie der „Grand Concert“ oder der „Multiac Nylon“, könnte sich hier innovativ positionieren – tut es aber nicht. Vielmehr zementiert der Hersteller eine eigenwillige Produktlogik: Die Grand Concert bietet einen angenehm breiten 50-mm-Hals, jedoch nur 19 Bünde. Die Multiac-Variante bringt es auf 22 Bünde, aber reduziert die Halsbreite auf 48 mm – was das Instrument für ernsthafte klassische Literatur faktisch disqualifiziert. Ein echtes Bühneninstrument für Nylonspieler mit korrekter Mensur, vollem Tonumfang und individuell wählbarer Halsbreite? Fehlanzeige.
Cordoba, die sich gern als klassische Gitarrenbauer mit moderner Ausrichtung präsentieren, bieten ebenfalls keine Auswahl bei der Halsbreite. Selbst Ibanez, die mit ihrer „Crossover“-Serie eine Brücke bauen wollen, verharren im 48-mm-Limbo. Und Harley Benton? Trotz ambitionierter Preis-Leistung und modularer Bauweise bietet auch Thomanns Hausmarke keine einfache Option zur Halsanpassung.
Hier liegt das eigentliche Versäumnis: Die Hybridgitarre könnte längst das ideale Allround-Instrument sein – tragbar, bühnentauglich, flexibel, kompromisslos. Doch sie wird zu oft als ein Nischenprodukt behandelt, das Gitarristen mit ernsthaften Ansprüchen keine echte Wahl lässt. Der Markt schreit nach einer Lösung – was fehlt, ist lediglich der Wille zur konsequenten Umsetzung. Wer ihn als erster aufbringt, hätte nicht nur ein Verkaufsargument in der Hand, sondern könnte Hybridgitarren aus der technischen Randzone in die Mitte der musikalischen Realität führen.


01.07.25 - Teufel Lautsprecher – Direkt aus Berlin in die Ohren der Welt
Die Berliner Lautsprecher Teufel GmbH steht seit ihrer Gründung im Jahr 1980 für hochwertige Audiotechnik „made in Germany“. Was einst mit einfachen Bausätzen für Lautsprecher begann, hat sich längst zu einem breit aufgestellten Unternehmen für moderne Audio-Lösungen entwickelt – von Heimkinosystemen bis hin zu mobilen Bluetooth-Lautsprechern und Kopfhörern.
Ein Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens ist der konsequente Direktvertrieb: Teufel-Produkte sind ausschließlich online erhältlich. Damit verzichtet das Unternehmen bewusst auf Zwischenhändler – zum Vorteil der Kundschaft. Denn durch den Direktvertrieb kann Teufel ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, ohne bei der Qualität Abstriche zu machen.
Im Laufe der Jahre hat sich Teufel kontinuierlich weiterentwickelt. Auf klassische Hi-Fi-Lautsprecher folgten leistungsstarke Heimkinosysteme mit Mehrkanal-Ton, THX-zertifizierte 5.1-Soundbars, PC-Soundsysteme, Blu-ray-Komplettanlagen sowie eine stetig wachsende Auswahl an Kopfhörern und Streaming-Lösungen.
Ein weiterer Pluspunkt: Kundinnen und Kunden können sämtliche Produkte innerhalb einer Testphase ausprobieren und bei Nichtgefallen unkompliziert zurücksenden. Darüber hinaus gewährt das Unternehmen auf alle Produkte eine umfassende Garantie – ein Ausdruck des Vertrauens in die eigene Qualität.
Teufel zeigt, dass gute Klangqualität, innovative Technik und faire Preise kein Widerspruch sein müssen – solange man bereit ist, neue Vertriebswege zu gehen.


23.06.25 - Georg Neumann – Mikrofonpionier und Firmengründer
Georg Neumann wurde 1898 im brandenburgischen Chorin als Sohn eines Reichsbahnangestellten geboren. Seine technische Ausbildung absolvierte er in Berlin bei Mix & Genest sowie im AEG-Kabelwerk Oberspree unter Eugen Reisz. Später arbeitete er in der Firma von Reisz, nachdem dieser sich selbstständig gemacht hatte.
Neumann war 1923 an der Entwicklung des sogenannten Reisz-Mikrofons beteiligt, das beim ersten deutschen Rundfunksender in der Nähe Berlins zum Einsatz kam. 1928 gründete er zusammen mit Erich Rickmann die Firma Georg Neumann & Co. in Berlin. Ziel war die Herstellung von Kondensatormikrofonen, die durch die Kapazitätsänderung einer schwingenden Membran elektrische Signale erzeugen. Das CMV3 war das erste Modell, das in Serie gefertigt wurde. Die Firma stellte außerdem Geräte für die Schallplattenproduktion her.
Für die Olympischen Spiele 1936 in Berlin entwickelte Neumann ein Mikrofon mit der später bekannt gewordenen M7-Kapsel. Dieses Mikrofon konnte mit verschiedenen austauschbaren Kapseln ausgestattet werden und war eine frühe Form modularer Studiotechnik.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Berliner Firmengebäude zerstört. 1943 zog das Unternehmen nach Gefell in Thüringen um, da es als kriegswichtig galt. Nach dem Krieg baute Neumann in Berlin-Kreuzberg eine neue Produktionsstätte auf und gründete die Georg Neumann GmbH. Neben Mikrofonen wurden dort auch Schallplattenschneidemaschinen und Regieanlagen produziert. Der Betrieb in Gefell wurde in der DDR verstaatlicht und später in VEB Mikrofontechnik Gefell umbenannt. Neumanns Einfluss auf diesen Standort ging in den Folgejahren vollständig verloren.
Neumann hatte ab den 1930er-Jahren einen Vertriebsvertrag mit Telefunken, wodurch viele seiner Mikrofone im Ausland unter dem Telefunken-Logo bekannt wurden. Erst mit dem Aufbau eines eigenen US-Vertriebs in den 1950er-Jahren änderte sich dies.
1947 entwickelte Neumann ein Verfahren zur gasdichten Versiegelung von Nickel-Cadmium-Akkus. Daraus entstand die sogenannte „Stabylitzelle“, ein Spezialkondensator, der in der Röhrentechnik Anwendung fand.
Georg Neumann starb 1976. Er war verheiratet und hatte zwei Kinder.

Nachwirkungen:
Nach der Wiedervereinigung wurde der Standort Gefell rückübertragen und firmiert seit 1990 unter dem Namen Microtech Gefell. Neben Mikrofonen werden dort inzwischen auch Festkörperlaser produziert.
Die Berliner Georg Neumann GmbH wurde in den 1990er-Jahren von Sennheiser übernommen. Während Entwicklung und Kundenservice in Berlin verblieben, wurde die Fertigung nach Wedemark verlegt. Mikrofone unter dem Namen „Neumann“ werden weiterhin produziert, ebenso wie Monitorlautsprecher – teils unter Einbindung der ehemaligen Marke Klein + Hummel.
An der Universität der Künste Berlin wurde ein Veranstaltungsraum als Georg-Neumann-Saal benannt. 2013 eröffnete auf dem Gelände von Microtech Gefell ein kleines Museum, das unter anderem frühe Mikrofonmodelle aus der Firmengeschichte zeigt.


11.05.25 - Optima Strings – Tradition und Qualität aus Deutschland
Seit über 100 Jahren steht Optima Strings für erstklassige Handwerkskunst und Innovation in der Herstellung hochwertiger Saiten. Das deutsche Unternehmen ist bekannt für seine Premium-Qualität und seine einzigartigen, mit 24 Karat Gold beschichteten Saiten, die Musiker auf der ganzen Welt begeistern.

OPTIMA 24K GOLD STRINGS – Der Klang des Goldes
Die OPTIMA 24K GOLD STRINGS gehören zu den edelsten und hochwertigsten Gitarrensaiten weltweit. Sie werden in Deutschland aus den besten Materialien gefertigt und entsprechen den höchsten klanglichen Anforderungen. Ihre 24-Karat-Goldbeschichtung macht sie widerstandsfähig gegen Anlaufen und Korrosion, wodurch sie besonders langlebig sind und sich auch für Nickelallergiker eignen. Dank ihres breiteren Obertonspektrums und ihrer hohen Dynamik bieten sie einen unvergleichlich brillanten Klang. Die Lebensdauer dieser Saiten ist bis zu dreimal höher als die herkömmlicher Saiten.

Sondereditionen – Legenden vertrauen auf Optima
BRIAN MAY Signature Strings
Die legendären Hits von Queen-Gitarrist Brian May könnten ohne die einzigartigen Eigenschaften der OPTIMA-Saiten anders geklungen haben. Er entschied sich für den "Sound of Gold" von Optima, und seine Signature-Saiten wurden speziell mit und für ihn entwickelt. Diese Saiten zeichnen sich durch ein verbessertes Kernmaterial aus, das eine höhere Reißfestigkeit und bessere Stimmstabilität gewährleistet.

FRANK ZAPPA Signature Strings
Auch Frank Zappa setzte ausschließlich auf die Qualität von Optima. Sein einzigartiger Sound wurde zu seinem Markenzeichen, und Optima hat seine Signature-Saiten wiederbelebt, sodass jeder Gitarrist die Chance hat, Zappas Klangcharakter in sein eigenes Spiel zu übernehmen.

JOHN ENTWISTLE Signature Strings
Der legendäre Bassist von The Who, John Entwistle, war ebenfalls ein begeisterter Nutzer der 24K GOLD STRINGS. Ihr brillanter Klang und ihre Langlebigkeit machten sie zu seiner bevorzugten Wahl.

OPTIMA MAXIFLEX 24K GOLD – Maximale Flexibilität
Neben den klassischen 24K GOLD STRINGS bietet Optima auch die MAXIFLEX 24K GOLD STRINGS an. Diese Saiten besitzen dieselben Qualitätsmerkmale, sind jedoch insgesamt flexibler, was ein noch differenzierteres Spiel ermöglicht. Ihr Motto lautet: „Maximum Sound mit Maximum Flexibilität“.

PAULO MORETE Signature Strings
Der renommierte Gitarrist Paulo Morete entschied sich für die MAXIFLEX-Serie, da sie durch ihre Klangcharakteristik, Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit überzeugt. Das speziell für ihn entwickelte Set 12028.PM sorgt für einen einzigartigen Sound sowohl im Studio als auch auf der Bühne.

Ein Vermächtnis der Perfektion
Optima Strings steht für eine jahrhundertelange Tradition der Saitenherstellung, die sich in jedem einzelnen Produkt widerspiegelt. Die Kombination aus handwerklicher Präzision, erstklassigen Materialien und innovativen Technologien macht Optima zu einer der führenden Marken für Musiker, die keine Kompromisse in Sachen Klang und Qualität eingehen wollen.
Mehr Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite: www.optima-strings.com


03.04.25 - Weniger deutsche Musik im Radio: Studie zeigt alarmierende Entwicklung
Eine aktuelle Langzeituntersuchung zeigt einen deutlichen Rückgang deutschsprachiger Musik im Radioprogramm. Laut dem auf einer Datenplattform veröffentlichten Bericht machen Lieder in deutscher Sprache nur noch zwischen drei und zehn Prozent des Sendebetriebs aus. Die Analyse umfasste 139 deutsche Radiosender im Zeitraum von 2013 bis 2024 und offenbarte klare Unterschiede zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Anbietern.

Weniger Vielfalt bei privaten Radiosendern
Besonders auffällig ist die eingeschränkte musikalische Vielfalt bei privaten Sendern. Während öffentlich-rechtliche Programme im Jahr 2024 insgesamt 10.024 verschiedene Titel ausstrahlten, kamen private Anbieter lediglich auf 2.332. Der Anteil deutschsprachiger Musik ist bei Privatradios besonders gering: Nur drei Prozent der gesendeten Titel waren 2024 in deutscher Sprache – ein Rückgang um sieben Prozentpunkte im Vergleich zu 2013. Öffentlich-rechtliche Sender verzeichneten ebenfalls einen Rückgang auf etwa zehn Prozent, was einen Verlust von fünf Prozentpunkten bedeutet.

Musikalische Nischen kaum präsent
Die Studie zeigt außerdem, dass bestimmte Musikgenres im Radio stark unterrepräsentiert sind. Während bei privaten Radiosendern Jazz, Klassik und traditionelle Volksmusik nur vier Prozent des Programms ausmachten, lag ihr Anteil bei den öffentlich-rechtlichen Sendern mit knapp 30 Prozent deutlich höher. Dies verdeutlicht eine Ausrichtung privater Anbieter auf massenkompatible Inhalte.

Rückgang redaktioneller Musikformate
Besorgniserregend ist zudem der Rückgang redaktioneller Musikformate. Diese Inhalte, die Interviews, Konzertberichte und die Vorstellung neuer Künstler umfassen, machen nur noch 2,5 Prozent des gesamten Programms aus. Solche Formate spielen jedoch eine wichtige Rolle bei der Förderung neuer Talente und lokaler Musik.

Appell für mehr kulturelle Verantwortung
Die Untersuchung zeichnet ein kritisches Bild für die Musikvielfalt im deutschen Radio. Die zunehmende Konzentration auf internationale Mainstream-Hits und der Rückgang redaktioneller Inhalte gefährden die Sichtbarkeit und Förderung deutschsprachiger Musik. Der Bericht ruft Programmverantwortliche dazu auf, ihrer kulturellen Verantwortung gerecht zu werden und heimischer Musik wieder mehr Raum zu geben.


19.03.25 - Warum akkubetriebene Verstärker oft überflüssig sind – und Hersteller zu viel verlangen
In der Welt der mobilen Musikverstärkung wird oft suggeriert, dass ein akkubetriebener Verstärker unverzichtbar ist. Doch ein genauerer Blick auf die Preise, die technischen Alternativen und den tatsächlichen Bedarf zeigt: Hersteller verlangen oft unangemessen hohe Summen für Geräte, die sich mit einer tragbaren Powerstation problemlos ersetzen lassen.

Kostenfalle: Akkubetriebene Verstärker
Ein Beispiel ist ein akkubetriebener Verstärker mit 120 Watt Leistung und drei separaten Eingängen. Solche Geräte kosten häufig mehrere Hundert Euro, obwohl die integrierte Akkutechnologie oft veraltet oder leistungsschwach ist. Diese Verstärker sind häufig auf den internen Akku angewiesen, dessen Austausch teuer oder gar nicht vorgesehen ist.
Dabei sind viele dieser Verstärker nichts weiter als herkömmliche Geräte mit einer teuren Akkulösung. Die eigentliche Verstärkertechnik unterscheidet sich oft kaum von netzbetriebenen Varianten, aber die Preise steigen unverhältnismäßig an.

Günstigere und flexiblere Alternative: Tragbare Powerstations
Eine viel vielseitigere Lösung stellt eine tragbare Powerstation dar. Mit einer Kapazität von 299 Wh und einer Dauerleistung von 600 Watt (Spitze 1200 Watt) kann sie problemlos Verstärker, Mischpulte oder andere Bühnenausrüstung versorgen.

Vorteile einer Powerstation:
Mehr Vielseitigkeit: Neben Verstärkern können auch andere Geräte wie Laptops, Mikrofone oder Effektgeräte betrieben werden.
Höhere Kapazität: Mit bis zu 5-8 Stunden Betriebszeit bei 50-Watt-Verbrauch reicht eine Powerstation oft länger als integrierte Akkus.
Nachhaltigkeit: Akkus in Powerstations lassen sich einfacher ersetzen oder erweitern. LFP-Akkus halten bis zu 3500 (~10 Jahre) Ladezyklen.
Kosteneffizienz: Eine Powerstation kostet oft viel weniger (ab 150,- Euro) als ein spezialisierter akkubetriebener Verstärker, bietet aber erheblich mehr Funktionen (z.B. Camping).

Akkubetriebene Verstärker: Mehr Schein als Sein
Hersteller argumentieren oft mit der "Mobilität" ihrer akkubetriebenen Verstärker. Doch die Realität sieht anders aus: Die meisten dieser Geräte sind sperrig, schwer und haben eine begrenzte Akkulaufzeit. Zudem ist die Akkuleistung oft nicht ausreichend, um bei längeren Einsätzen eine konstante Leistung zu gewährleisten.
Im Gegensatz dazu bieten Powerstations nicht nur eine flexible Energieversorgung, sondern auch die Möglichkeit, mehrere Geräte gleichzeitig zu betreiben und dabei eine konstante Leistung zu liefern. Moderne Powerstations können mit Solarenergie innerhalb von zwei Stunden aufgeladen werden und ermöglichen so eine nahezu unbegrenzte Nutzung bei Outdoor-Auftritten.

Fazit: Überdenken lohnt sich
Wer sich einen akkubetriebenen Verstärker anschaffen möchte, sollte genau prüfen, ob nicht eine tragbare Powerstation die bessere Wahl ist. Hersteller von Musik-Equipment verlangen oft überhöhte Preise für Geräte mit begrenzter Leistung und veralteter Akkutechnologie. Eine Powerstation hingegen bietet mehr Flexibilität, bessere Laufzeiten und kann auch andere Geräte mit Energie versorgen.
Es ist Zeit, die Mythen um akkubetriebene Verstärker zu hinterfragen und stattdessen in vielseitigere und zukunftssichere Lösungen zu investieren.


22.02.25 - Tascam Portacapture X8: Mobiler Recorder mit 32-Bit-Float-Technologie
Mit dem Portacapture X8 präsentiert Tascam einen modernen mobilen Audiorecorder, der sich durch vielseitige Einsatzmöglichkeiten und innovative Technik auszeichnet. Mit zwei aufsteckbaren Mikrofonen, vier professionellen XLR-Inputs und sechs verschiedenen Aufnahmeprogrammen richtet sich der Recorder an Musiker, Podcaster, Field-Recorder und ASMR-Künstler. Besonders hervorzuheben ist die Unterstützung von 32-Bit-Float-Recording, mit der Tascam zu Herstellern wie Sound Devices und Zoom aufschließt.

Ein Blick in die Vergangenheit
Fast drei Jahrzehnte sind vergangen, seit ich mit einem Tascam 4-Spur-Portastudio meine ersten Aufnahmen auf Kassette gemacht habe. Das Laufwerk war stets hörbar, und das Zurückspulen dauerte gefühlt eine halbe Ewigkeit. Heute gibt es mit dem Tascam Portacapture X8 für einen ähnlichen Preis (inflationsbereinigt) ein voll digitales Aufnahmegerät, das mit einem 3,5-Zoll-Touchscreen ausgestattet ist. Das Design erinnert an ein dickes Smartphone mit XLR-Anschlüssen und Mikrofonkapseln.
Ein Feature vermisse ich allerdings: Overdubbing. Während mein altes Portastudio das Layern mehrerer Spuren ermöglichte, ist der Portacapture X8 ein linearer Recorder. Dennoch eignet er sich hervorragend für verschiedene Anwendungen, von Podcasts und Musikaufnahmen bis hin zu Field-Recording und ASMR.

Technische Details
Der Portacapture X8 verfügt über sechs Eingangskanäle, bestehend aus zwei mitgelieferten Kondensatormikrofonen und vier XLR/Line-Combo-Anschlüssen. Er kann sogar auf acht Kanälen aufnehmen: die sechs Eingänge plus interner Mix.

Unterstützte Formate:
PCM (44,1 / 48 / 96 / 192 kHz in 16 / 24 / 32 Bit Float)
MP3 (44,1 / 48 kHz, 128 - 320 kbps)

Eingänge und Vorverstärkung:
4 XLR-Combo-Buchsen mit bis zu 57 dB Gain
Eingangsimpedanz: 2,2 kOhm (Mic) / 9 kOhm (Line)
Maximale Eingangspegel: +2 dBu (Mic), +24 dBu (Line)
3,5 mm Stereo-Miniklinkeneingang mit +10 dBV Pegel
Die Mikrofonkapseln lassen sich in X/Y- oder Wide-Stereo-Position anbringen und werden über 3,5-mm-Klinkenbuchsen angeschlossen. Die symmetrischen Eingänge bieten einen Fremdspannungsabstand von bis zu 105 dB bei 192 kHz.

Ausgänge:
Line-Out (3,5 mm Klinke, +6 dBV)
Kopfhörer (3,5 mm Klinke, 2x 45 mW @ 32 Ohm)
Bedienung und Handling

Das Touchscreen-Interface ermöglicht eine intuitive Steuerung, wobei die Bedienung des runden Drehrads besser hätte integriert werden können. Der Launcher zeigt verschiedene Aufnahme-Modi als Apps:

ASMR-Recording
Voice Recording (Interviews, Vlogs, Mono-Mix)
Music Recording (Stereo mit Effekten)
Manual Recording (individuelle Einstellungen, 6 Tracks)
Field Recording (Low-Cut, Presets)
Podcast Recording (bis zu 4 Personen, Jingles, Soundeffekte)
Tuner, Metronom und Datei-Browser
Ein kleiner Kritikpunkt: Der Hi-Gain-Modus muss manuell aktiviert werden, wenn mehr als 35 dB Verstärkung benötigt wird – eine automatische Anpassung wäre wünschenswert.

Aufnahmequalität
Im Test mit einem Coles 4038-Bändchenmikrofon zeigte sich, dass die Preamps des Portacapture X8 deutlich weniger rauschen als die des Zoom H6. Auch die digitale Gain-Regelung ist ein Vorteil gegenüber mechanischen Potentiometern.

Stromversorgung:
4x AA-Batterien (Alkaline, NiMH, Lithium)
USB-C (PC, Netzteil, Powerbank)
Leistungsaufnahme: 7,5 Watt

Ein Manko: Im Lieferumfang fehlt eine SD-Karte, sodass keine sofortige Aufnahme möglich ist. Windschutz für die Mikrofone wäre ebenfalls wünschenswert.

Fazit
Der Tascam Portacapture X8 überzeugt mit flexibler Aufnahmequalität, einem gut bedienbaren Touchscreen und vielfältigen Anschlussmöglichkeiten. Kleinere Schwächen, wie die manuelle Gain-Umschaltung und fehlender Overdub-Modus, trüben das Gesamtbild nur geringfügig.
Mit einem Preis von rund 500 Euro ist der Portacapture X8 eine starke Konkurrenz für den Zoom H6 und eine budgetfreundlichere Alternative zu Sound Devices. Wer einen modernen, vielseitigen Recorder sucht, findet hier eine leistungsstarke Lösung.


15.01.25 - 100 Jahre elektrische Gitarre: Die Revolution eines Klangs
Die Geschichte der elektrischen Gitarre ist ein faszinierender Spiegel technischer Innovation und kultureller Umwälzungen. In den 1920er Jahren begann ein Wettlauf um die Perfektionierung eines Instruments, das den Sound der modernen Musik revolutionieren sollte. Der Texaner George D. Beauchamp setzte auf die Verstärkung von Stahlsaiten mithilfe elektromagnetischer Tonabnehmer – ein Ansatz, der die Grundlage für die ersten serienmäßig produzierten elektrischen Gitarren legte. Zusammen mit Adolph Rickenbacker und Paul Barth entwickelte er die sogenannte „Bratpfanne“, eine Lap-Steel-Gitarre mit einem kreisrunden Aluminiumkorpus.
Die Innovationen dieser frühen Jahre ebneten den Weg für legendäre Marken wie Gibson und Fender. Musiker wie Charlie Christian zeigten mit der Gibson ES-150, welches kreative Potenzial in der elektrischen Gitarre steckte, während Leo Fender mit der Telecaster und Stratocaster Modelle schuf, die bis heute Maßstäbe setzen. Der massive Korpus dieser Instrumente löste Probleme wie Rückkopplungen und machte sie robuster und wartungsfreundlicher. Parallel dazu experimentierten Pioniere wie Les Paul mit dem Konzept des Solidbody-Korpus, was schließlich in der ikonischen Gibson Les Paul mündete.
Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa und der Karibik wurden elektrische Gitarren vorangetrieben. Der Jamaikaner Hedley Jones baute in den 1940er Jahren eigene Modelle, während der deutsche Instrumentenbauer Wenzel Rossmeisl und sein Sohn Roger in Deutschland und später in den USA die Entwicklung prägten. Mit der Verbreitung der Rockmusik in den 1950er Jahren wurde die elektrische Gitarre zum Symbol einer neuen Ära. Künstler wie die Beatles und Jimi Hendrix brachten sie in den Mainstream und verliehen ihr ikonischen Status.
Heute ist die elektrische Gitarre mehr als ein Musikinstrument – sie ist ein Symbol für künstlerische Freiheit und technische Meisterleistung, deren Klang und Form die moderne Musiklandschaft geprägt haben.


16.12.24 - Vogtland: Tradition trifft Innovation
Das Vogtland wird oft als "Musikwinkel Deutschlands" bezeichnet und ist seit mehr als drei Jahrhunderten ein bedeutendes Zentrum des Musikinstrumentenbaus. Die Region prägt bis heute die Herstellung von Streich- und Zupfinstrumenten sowie von Holz- und Blechblasinstrumenten. Historische Marken wie Schreiber, Riedl oder Musima entstanden hier und genießen international einen exzellenten Ruf. Dieser Erfolg basiert auf dem über Generationen hinweg weitergegebenen Wissen und den handwerklichen Traditionen, die das Vogtland auszeichnen.
In der heutigen Zeit hat das Vogtland diese traditionsreiche Basis mit innovativer Technologie kombiniert. Der Fokus liegt nicht mehr nur auf Musikinstrumenten, sondern auch auf Spitzentechnologien. So ist die Region ein Teil von „Silicon Saxony“, dem europäischen Spitzencluster für Mikro- und Nanoelektronik sowie Softwareentwicklung. Besonders hervorzuheben ist der Einfluss des Vogtlands auf die Raumfahrttechnologie: Bereits während des „Space Race“ in den 1960er Jahren leisteten lokale Unternehmen essenzielle Beiträge zur Satellitentechnologie. Heute beschäftigen Unternehmen im Silicon Saxony fast 100.000 Fachkräfte und treiben Entwicklungen in den Bereichen Kommunikation und KI voran.
Ein Beispiel für die gelungene Verbindung von Tradition und Innovation ist das Unternehmen GEWA music. Ursprünglich 1925 von Georg Walther in Adorf gegründet, spezialisierte sich GEWA auf den Bau und den Vertrieb handgefertigter Streichinstrumente und passender Etuis. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste das Unternehmen nach Mittenwald in Bayern umziehen, kehrte aber nach der Wiedervereinigung in das Vogtland zurück. Heute produziert GEWA sowohl Einsteigerinstrumente in Asien als auch hochwertige Premiumprodukte wie digitale Pianos und Schlagzeuge im Vogtland.
Mit einer konsequenten Weitergabe von Wissen und der Nutzung modernster Technologien setzt GEWA Maßstäbe im Instrumentenbau. Die Verwendung nachhaltiger Materialien und die Einhaltung höchster Umwelt- und Sozialstandards unterstreichen dabei das Engagement des Unternehmens.
Das Vogtland zeigt eindrucksvoll, wie eine Region ihre traditionellen Stärken bewahren und gleichzeitig in zukunftsweisende Felder expandieren kann. Mit einer Mischung aus historischem Handwerk und hochmoderner Technologie bleibt das Vogtland ein inspirierender Ort für Innovation und Kreativität.


22.11.24 - Thomastik-Infeld: Ein Jahrhundert Saitenkunst aus Wien
Thomastik-Infeld, ein führender Saitenhersteller mit Sitz in Wien, Österreich, entwickelt und produziert seit über einem Jahrhundert Saiten und Kolophonium für Streich- und Zupfinstrumente. Zu den Instrumenten, die von den hochwertigen Produkten der Firma profitieren, gehören Violine, Viola, Cello, Kontrabass sowie Gitarre und Bassgitarre.
Das Unternehmen ist besonders bekannt für die „Dominant“-Saiten, eine der frühesten Marken synthetischer Perlonsaiten, die heute als Standardmaßstab für andere synthetische Saitensätze gilt. Darüber hinaus bietet Thomastik-Infeld eine breite Palette weiterer Marken an, darunter Vision, Spirocore, Versum, Superflexible, Belcanto, Infeld (Red und Blue), Präzision, Alphayue, Peter Infeld, Dominant Pro und zuletzt Dynamo. Viele renommierte Musiker, darunter Itzhak Perlman, Hilary Hahn und Isaac Stern, haben in ihrer Karriere auf Thomastik-Infeld-Saiten zurückgegriffen.

Historischer Hintergrund
Das Unternehmen wurde 1919 von Dr. Franz Thomastik, einem Geigenbauer, und Otto Infeld, einem Bauingenieur, gegründet. Von Anfang an konzentrierten sie sich auf die Herstellung von Stahlsaiten. Trotz der Zerstörung ihrer Werkstätten im Zweiten Weltkrieg konnte sich Thomastik-Infeld wieder etablieren und in den folgenden Jahrzehnten eine Vorreiterrolle einnehmen.
Ein Wendepunkt war die Einführung der Dominant-Saiten im Jahr 1970. Zu dieser Zeit boten die traditionellen Darmsaiten ernsthafte Konkurrenz, doch die Einführung von Perlonsaiten durch Thomastik-Infeld führte zu einer Revolution in der Musikwelt.
Nach dem Tod von Peter Infeld, der das Unternehmen von 1994 bis zu seinem Tod 2009 leitete, übernahm Zdenka Infeld die Führung. Unter ihrer Leitung hat Thomastik-Infeld weiterhin Innovationen vorangetrieben und neue Maßstäbe gesetzt.

Moderne Entwicklungen
2019 feierte Thomastik-Infeld sein 100-jähriges Bestehen und startete die Plattform Stringtelligence.com, die Musiker mit wertvollen Informationen über Saiten unterstützt. Die Dominant Pro-Saiten kamen 2021 auf den Markt und erweiterten die bestehende Produktpalette für professionelle Musiker. 2023 folgte die Einführung der Dynamo-Saiten, begleitet von einer innovativen Kampagne in Zusammenarbeit mit Tonic, bei der Musiker Saitensätze durch eine Praxis-Challenge gewinnen konnten.
Thomastik-Infeld steht auch heute für höchste Qualität und Innovation in der Saitenherstellung und hat sich als unverzichtbarer Partner für Musiker auf der ganzen Welt etabliert.


01.10.24 - Miles In France – Miles Davis Quintet 1963/64: The Bootleg Series, Vol. 8 erscheint im November
Das mit Spannung erwartete Miles Davis Quintet 1963/64: The Bootleg Series, Vol. 8 wird diesen November veröffentlicht. Diese Sammlung bietet einen faszinierenden Einblick in die legendären Auftritte des Trompeters Miles Davis und seines Quintetts in Frankreich während dieser Ära.
Die Aufnahmen aus den Jahren 1963 und 1964 fangen die unvergleichliche Dynamik und Kreativität von Davis und seinen herausragenden Bandmitgliedern ein, darunter Herbie Hancock (Klavier), Ron Carter (Bass), Tony Williams (Schlagzeug) und George Coleman (Saxophon). Dies war eine Zeit des intensiven künstlerischen Wachstums, in der das Quintett auf europäischen Bühnen brillierte und dabei den Weg für die nächste Phase in der Jazzgeschichte ebnete.
Die Aufnahmen zeigen eine außergewöhnliche Phase in Miles Davis’ Karriere, als er begann, mit neuen Klängen und Strukturen zu experimentieren, die schließlich in der Fusion-Ära gipfelten. Diese Zeit markierte einen Übergang von der traditionellen Jazzästhetik hin zu einer experimentelleren und freien Form des Ausdrucks.
Das Box-Set wird nicht nur die Originalaufnahmen enthalten, sondern auch zuvor unveröffentlichte Performances und Raritäten, die das Herz eines jeden Jazzliebhabers höherschlagen lassen. Mit der Veröffentlichung dieser Compilation wird das Erbe von Miles Davis weiter gewürdigt und die Bedeutung seines musikalischen Einflusses auf die Jazzwelt erneut unterstrichen.
Miles In France – The Bootleg Series, Vol. 8 wird eine aufregende Ergänzung der bisherigen Bootleg-Reihe sein und bietet sowohl eingefleischten Fans als auch neuen Hörern die Möglichkeit, in die wegweisenden Auftritte von Miles Davis in Frankreich einzutauchen.
Der offizielle Erscheinungstermin ist für den November 2024 geplant, und das Set wird sowohl in physischen als auch digitalen Formaten erhältlich sein.


16.09.24 - Vergiss AirPods – der Lautsprecher der Apple Watch Series 10 kann endlich Musik abspielen
Mit der Apple Watch Series 10 geht Apple einen Schritt weiter und bietet erstmals die Möglichkeit, Musik direkt über den eingebauten Lautsprecher der Smartwatch abzuspielen. Diese Neuerung könnte dazu führen, dass AirPods und andere Bluetooth-Kopfhörer in bestimmten Situationen überflüssig werden.
Während des Glowtime-Apple-Events 2024 kündigte Apple an, dass die Lautsprecher der neuen Apple Watch komplett überarbeitet wurden, um endlich eure Lieblingsmusik und Podcasts direkt wiedergeben zu können. Dies bietet eine praktische Alternative, wenn die AirPods einmal leer sind oder man sein iPhone zu Hause vergessen hat und nicht auf dessen Lautsprecher zurückgreifen kann.
Die Apple Watch hatte zwar schon in früheren Modellen Lautsprecher, die für Benachrichtigungen, Anrufe und Sprachnachrichten genutzt wurden, und Musik konnte über verbundene AirPods abgespielt werden. Doch die Series 10 ist die erste Generation, bei der die Smartwatch selbst Musik direkt von Diensten wie Apple Music und anderen beliebten Musik-Streaming-Plattformen wiedergeben kann, ohne dass ein externes Gerät erforderlich ist.
Zwar konnten wir diese Funktion noch nicht selbst testen, doch erwarten wir nicht, dass die relativ kleinen Lautsprecher der Apple Watch mit der Audioqualität der besten In-Ear-Kopfhörer mithalten können. Dennoch ist dies eine nützliche Option, wenn man keinen anderen Zugang zu Musik hat. Sie sollte eher als Backup dienen, als als primäre Lösung für das Musikhören.
Für viele Nutzer bedeutet diese Funktion mehr Flexibilität. Beim Sport oder bei kurzen Spaziergängen könnte es praktischer sein, die Musik direkt über die Apple Watch abzuspielen, anstatt AirPods mitzunehmen. Natürlich wird der Klang nicht die gleiche Qualität wie über Kopfhörer bieten, aber für Gelegenheiten, bei denen keine perfekte Soundqualität nötig ist, reicht diese Funktion vollkommen aus.
Zusätzlich zu den verbesserten Lautsprechern bietet die Series 10 auch weitere Neuerungen, wie ein größeres Display, eine verbesserte Akkulaufzeit und aktualisierte Gesundheitsfunktionen. Die Möglichkeit, Musik direkt über die Uhr abzuspielen, ist jedoch ein besonderes Highlight, das die Nutzererfahrung deutlich verändern könnte.


14.08.24 - Hannabach Gitarrensaiten: Eine Tradition von über 150 Jahren meisterhafter Handwerkskunst
Hannabach ist ein renommierter Hersteller von Gitarrensaiten, dessen Wurzeln tief in der Geschichte der Musikinstrumentenherstellung verankert sind. Mit über 150 Jahren Erfahrung in der Saitenherstellung steht Hannabach für Handwerkskunst, Qualität und Tradition. Ihre Saiten sind bei professionellen Musikern und Liebhabern weltweit gleichermaßen beliebt.

Die Anfänge: Wurzeln im Erzgebirge
Die Geschichte von Hannabach begann im idyllischen Ort Luby, früher bekannt als Schönbach/Eger, am Fuße des Erzgebirges. Diese Region ist als „Wiege“ der böhmischen und deutschen Musikinstrumentenherstellung bekannt, da das milde Klima und die Schutzfunktion der Berge ideale Bedingungen für den Anbau von Fichten- und Ahornbäumen boten. Diese Hölzer eigneten sich hervorragend als Rohmaterial für Zupf- und andere Saiteninstrumente, was die Region berühmt für ihre Kunst der Gitarren- und Geigenherstellung machte.
Im Jahr 1869 gründete Anton Hannabach die „Anton Hannabach, Musikinstrumenten- und Saitenfabrikation“ in Eger/Böhmen. Neben dem Handel mit Instrumenten begann er auch mit der handwerklichen Herstellung von hochwertigen Musiksaiten. Sein Sohn Karl Hannabach übernahm 1910 den Familienbetrieb und setzte die Tradition fort. Karl hatte zwei Söhne, Arthur und Adolf, die ebenfalls in die Fußstapfen ihrer Vorfahren traten und das Unternehmen nach dem Zweiten Weltkrieg in Bayern neu aufbauten.
Nach dem Krieg ließ sich die Familie Hannabach in Bayern nieder. Arthur zog nach Bubenreuth, wo er sich auf den Gitarrenbau spezialisierte, während Adolf nach Egglkofen zog und zusammen mit seiner Frau Elisabeth und Sohn Werner die Saitenherstellung fortsetzte. Der Betrieb wurde von Grund auf neu aufgebaut, und trotz bescheidener Anfänge wuchs das Unternehmen schnell. 1956 erwarb die Familie ein Grundstück am Sonnenweg, wo sich noch heute der Firmensitz befindet.

Eine neue Generation führt die Tradition fort
1962 trat Werner Hannabach in das Unternehmen ein und führte die Tradition mit Unterstützung seiner Frau Maridi weiter. Ihre Söhne Uwe und Jörg kamen schon in jungen Jahren in Kontakt mit dem Familienunternehmen. Uwe trat 1991 in die Firma ein und wurde 1995 zum leitenden Geschäftsführer ernannt. Jörg hingegen entschied sich für eine professionelle Musikerkarriere.

Produkte und Innovationen
Hannabach bietet eine breite Palette von Gitarrensaiten an, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Musikern zugeschnitten sind. Zu den bekanntesten Produkten zählen die 815er Silver Special und die 827er Flamenco Saiten, die für ihre hervorragende Klangqualität und Langlebigkeit geschätzt werden. Die Innovationen von Hannabach umfassen die Verwendung von speziellen Materialien wie Nylon und versilbertem Kupfer, die den Saiten eine besondere Klangfarbe und Haltbarkeit verleihen.

Weiterführung der Tradition
Die Hannabach-Familientradition ist tief in der Firma verwurzelt. Werner Hannabach ist noch immer aktiv im Tagesgeschäft tätig und bringt seine jahrzehntelange Erfahrung in die Produktentwicklung und Prozessoptimierung ein. Dies garantiert die Fortführung und Beständigkeit dieser hervorragenden Saiten im Zeichen des Hannabach-Erbes.

Hannabach Gitarrensaiten sind mehr als nur ein Zubehörteil für klassische Gitarristen – sie sind ein integraler Bestandteil des Instruments und tragen wesentlich zum Klang und zur Spielbarkeit bei. Mit einer langen Tradition und einem unermüdlichen Streben nach Perfektion hat sich Hannabach als eine der führenden Marken in der Welt der klassischen Gitarre etabliert. Für Gitarristen, die höchste Ansprüche an ihre Saiten stellen, sind Hannabach Saiten eine ausgezeichnete Wahl.


23.07.24 - Wachstum des globalen E-Gitarrenmarktes: Trends, Herausforderungen und Zukunftsaussichten
Der globale Markt für E-Gitarren wird laut Technavio von 2024 bis 2028 voraussichtlich um 1,45 Milliarden USD wachsen, mit einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 10,43%. Das Marktwachstum wird durch die steigende Nachfrage nach musikbezogenen Freizeitaktivitäten und den Trend zum Online-Handel angetrieben. Allerdings stellt die zunehmende Verbreitung virtueller Musikinstrumente und Musikproduktionssoftware eine Herausforderung dar. Zu den wichtigen Marktakteuren gehören CorTek Corp., Dean Guitars, Farida, Fender Musical Instruments Corp., Gibson Brands Inc., und Yamaha Corp.
Der Online-Handel von Musikinstrumenten wächst aufgrund der verbesserten Sichtbarkeit und Reichweite schneller als der traditionelle Handel. Faktoren wie zunehmende Internetnutzung, mobile Geräte und das Bewusstsein für Online-Plattformen fördern diesen Trend. Vorteile wie sichere Transaktionen, vielfältige Zahlungsmethoden, einfache Rückgaben und 24/7-Einkaufsmöglichkeiten stärken den Online-Verkauf. Plattformen wie Amazon.com erhöhen die Nachfrage, da Verbraucher bequem von zu Hause aus bestellen können.
Besonders bei Millennials und Jugendlichen ist die Nachfrage nach E-Gitarren hoch. Live-Konzerte und Musikfestivals fördern die Nachfrage nach Solidbody-E-Gitarren. Musikunterricht und Schulprogramme integrieren zunehmend digitale Musiktools. Online-Plattformen und Internetzugang erleichtern den Zugang zu digitaler Notenmusik und cloudbasierten Systemen. Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Praktiken stehen bei Herstellern im Fokus. Das Marktsegment für Zubehör wie Verstärker und Effektpedale wächst ebenfalls stark.
Die Verbreitung von Musikproduktionssoftware und virtuellen Musikinstrumenten stellt eine Herausforderung für den E-Gitarrenmarkt dar. Insbesondere in entwickelten Ländern wie den USA und Deutschland bevorzugen Komponisten zunehmend Softwarelösungen wegen ihrer Mobilität und Bequemlichkeit. Apple Inc. bietet mit GarageBand eine beliebte Musiksoftware an, die eine umfassende Klangbibliothek und Instrumenten-Presets umfasst. Der Anstieg des Verkaufs von Mobilgeräten und Laptops fördert die Beliebtheit von Musikproduktionssoftware weiter.
Zusammenfassend wächst der Markt für E-Gitarren dank der Beliebtheit bei Musikern und Musikliebhabern. Hersteller und Einzelhändler bieten eine Vielzahl von Modellen an, die unterschiedliche Budgets und Vorlieben bedienen. Technologische Fortschritte und innovative Designs erweitern die Attraktivität der Instrumente. Nachhaltigkeit und digitale Integration spielen eine zunehmende Rolle. Der Markt profitiert vom wachsenden globalen Musikinteresse und der steigenden Nachfrage nach E-Gitarren, die eine Mischung aus Tradition und Innovation bieten.


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Die Domain Musikwaren ist nicht nur ein wertvolles Marketinginstrument, sondern auch eine Investition in die Zukunft Ihres Unternehmens. Durch die Nutzung dieser Domain können Sie Ihre Bekanntheit steigern und sich von der Konkurrenz abheben. Mit einer professionellen Webseite, die sich auf Musikwatren konzentriert, können Sie Ihre Kunden von Ihrem Know-how und Ihrer Leidenschaft überzeugen.
Preisabfrage unter: MSOS.

Der Wert von Domains ist und wird auch in Zukunft schneller steigen als jeder andere Rohstoff, den die Menschheit kennt. -Bill Gates-

Musikwaren I

Das Potenzial der Domain:
www.musikwaren.de in Stichpunkten

  • Musikinstrumente & Service
  • Zubehör- & Geschenkartikel
  • B-Waren & Hausmesse
  • Modernes Antiqariat
  • Workshops & Veranstaltungen
  • Instrumentenbau & Technik
  • Onlinebörse
  • Secondhand Instrumente
  • Preisvergleich-Portal
  • Großhandel & Werbung

www.musikwaren.de
Musikinstrumente - Zubehör - Plattform

Content Möglichkeiten für Musikwaren.de:

Musikwaren.de ist eine Domain, die derzeit zum Verkauf steht und potenzielle Käufer haben die Möglichkeit, sie zu erwerben. Diese Domain bietet viele Vorteile und besondere Möglichkeiten für Käufer, die in der Musikbranche tätig sind oder eine Verbindung zur Musik haben.
Der erste Vorteil von Musikwaren.de ist seine einprägsame und leicht zu merkende Domain-Name. Die Domain enthält die Schlüsselwörter "Musik" und "Waren", was für jeden, der nach musikalischen Produkten und Dienstleistungen sucht, leicht zu erkennen und zu verstehen ist. Diese Art von Domain ist ideal für Unternehmen, die in der Musikbranche tätig sind, da es eine klare und prägnante Beschreibung ihrer Produkte und Dienstleistungen bietet.
Ein weiterer Vorteil von Musikwaren.de ist die hohe Suchmaschinenoptimierung (SEO), die es bietet. Durch die Verwendung von Schlüsselwörtern in der Domain, können Suchmaschinen wie Google die Website besser erkennen und eine höhere Platzierung in den Suchergebnissen ermöglichen. Dies ist besonders wichtig für Unternehmen, die online verkaufen, da eine höhere Platzierung in den Suchergebnissen mehr Traffic und potenzielle Kunden auf ihre Website bringt.
Musikwaren.de bietet auch besondere Möglichkeiten für Unternehmen, die sich auf den Online-Verkauf von Musikprodukten spezialisiert haben. Die Domain ist ideal für einen Online-Shop, der eine Vielzahl von Musikinstrumenten, Aufnahmegeräten, DJ-Ausrüstungen, Notenblättern und vielem mehr anbietet. Die einfache und leicht zu merkende Domain kann dazu beitragen, dass sich die Website schnell einen Namen in der Musikbranche macht und eine starke Marke aufbaut.
Darüber hinaus kann Musikwaren.de auch als Plattform für den Verkauf von Musikdienstleistungen dienen, wie beispielsweise Musikunterricht, Aufnahmestudio-Verleih oder Musikveranstaltungen. Die Domain bietet eine perfekte Möglichkeit, um diese Dienstleistungen zu vermarkten und Kunden auf Ihre Website zu bringen.
Die Domain bietet viele Vorteile und besondere Möglichkeiten für Unternehmen, die in der Musikbranche tätig sind oder eine Verbindung zur Musik haben. Die Domain ist leicht zu merken und bietet eine klare und prägnante Beschreibung der Produkte oder Dienstleistungen, die angeboten werden. Die hohe Suchmaschinenoptimierung und die Möglichkeit, als Online-Shop oder Plattform für Musikdienstleistungen zu dienen, machen Musikwaren.de zu einer attraktiven Option für jeden, der in der Musikbranche tätig ist.

Musikwaren.de eine Ressource für den Musikhandel?

Die Domain musikwaren.de ist kurz, prägnant und leicht zu merken - perfekt, um sich von anderen Anbietern abzuheben und Kunden (Nutzer) zu gewinnen. Eine aussagekräftige Domain ist für den Musikhandel sehr wichtig, da sie es dem Kunden leichter macht, Ihre Website zu finden. Ein kurzer und prägnanter Domainname ermöglicht einen besseren Wiedererkennungswert und steigert die Sichtbarkeit in Suchmaschinenergebnissen (SEO).


Ein Foto zum Ende von Karim MANJRA auf Unsplash
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